Logo Deutschland e.V.

 

Newsletter

17.05.2022

2022 - Mitgliederinformation Nr.20

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

der Newsletter für diese Woche, wieder etwas umfangreicher.

LOGO Deutschland: Verbandsentwicklung

Am 13./14. Mai trafen sich Mitglieder der Projektgruppe „Verbandsentwicklung“ in Aschaffenburg, um ein entsprechendes Papier zu diskutieren und erste konkrete Schritte anzugehen. Zur Projektgruppe gehören, neben Evelyn Knape und Susanne Schneider, die zum Treffen verhindert waren, Diethild Remmert (für den Vorstand), Walter Dickerhoff, Daniel Mentzel, Stefan Reck und Michel Wallner.

Ziel: Mitgliederstärkster Verband Selbstständiger. Zurzeit ist LOGO Deutschland (LD) zweitstärkster Verband. Da LD als einziger Verband ausschließlich Selbstständige vertritt, blieb das oben formulierte Ziel innerhalb der Projektgruppe am Ende undiskutiert und die Frage de weiteren Mitgliedergewinnung im Vordergrund. Hierzu wurden Lösungsansätze erarbeitet, die aber noch weiterer Beratung bedürfen. Klar ist: Es muss sich lohnen, Mitglied zu sein. Dazu gehört mehr, als auf ein berufspolitisches Interesse von Praxisinhabenden abzuzielen. Schließlich gibt es im Praxisalltag eine Menge an Herausforderungen zu bewältigen.

Mentor*innengruppe geplant. Um unter den einzelnen Mitgliedern vorhandene Expertisen zu nutzen, wurde beschlossen, ein Mentor*innengruppe zu bilden, die bereit sind, Mitglieder zu verschiedenen Themen intensiv kollegial zu beraten, was z.B. Praxisabläufe oder auch Neugründungen betrifft. Das soll eine Erweiterung der bestehenden Möglichkeiten der Mitgliederberatung sein,  wenn ein intensiver Austausch- oder Beratungsbedarf besteht. Überlegt wurde folgendes Vorgehen: Erreicht den Vorstand eine Mail mit einem entsprechenden Anliegen, würden wir anbieten, dieses Anliegen in die Mentor*innengruppe weiterzugeben. Wer aus dieser Gruppe beitragen kann, meldet sich direkt bei den Fragestellenden zurück. Wer Interesse hat, in einer solchen Mentor*innengruppe mitzumachen, meldet sich bitte mit einer Mail an remmert@logo-deutschland.de.

Umfragen. Unbestritten wichtig scheinen unsere Umfragen zu sein. Geplant ist, Ihren Bedarf („was wünsche ich mir von meinem Berufsverband“) zeitnah zu erfassen, ebenso gibt es die Idee, Nichtmitglieder zu fragen, was genau ein Selbstständigenverband für sie persönlich attraktiv machen würde.

Mitbestimmung. Uns ist kein weiterer Berufsverband bekannt, in dem Mitglieder so direkt zur Ausrichtung beitragen wie bei LD. In erster Linie sei hier die erforderliche Zustimmung zu Verträgen und Positionspapieren benannt. Über Umfragen versichert sich der Vorstand immer wieder, ob der eingeschlagene Weg mehrheitlich mitgetragen wird.

Persönliche Werbung ist in jedem Fall ein unverzichtbarer Weg: Sensibilisieren Sie bekannte und befreundete Praxisinhabende für die Notwendigkeit, in einem Verband Mitglied zu sein, und machen Sie deutlich, dass nur LD ausschließlich, ohne Interessenskonflikte, Selbstständige vertritt.

BGW Zahlen 2021

Zahl der logopädischen Unternehmen weitgehend stabil. Ausschussmitglied Susanne Schneider hat für LOGO Deutschland die soeben erschienenen Zahlen der BGW für das Jahr 2021 ausgewertet. Hier zeigt sich, dass die Zahl der logopädischen Unternehmen kaum größer geworden ist: Im Jahr 2021 waren 8498 Unternehmen bei der BGW gemeldet, das sind 42 Unternehmen mehr als im Vorjahr, also ein minimaler Zuwachs um 0,49%. Bei der Zahl der Betriebsstätten ist der Zuwachs noch kleiner: Hier stieg die Zahl um 19 Betriebsstätten auf 9720, was ein Plus von 0,2% bedeutet.

Fachkräftemangel bleibt. Es zeigt sich deutlich, dass der steigenden Nachfrage nach logopädischen Leistungen kein entsprechender Anstieg an Versorgungskapazität gegenübersteht. Die Zahl der Absolvent*innen scheint geringer zu sein als die der Berufsaussteiger*innen. Dies erhöht die Wartezeit der Patient*innen, welche vermutlich auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird: Dann gehen die Logopäd*innen aus der Babyboomerzeit der 60er Jahre in den Ruhestand. Durch die Alterspyramide wird sich die Nachfrage weiter erhöhen, während die Zahl der Auszubildenden nicht in ausreichendem Umfang zunimmt.

Kleinstunternehmen weiterhin versorgungssichernd. Konkret stieg die Anzahl der bei der BGW gemeldeten Beschäftigungsverhältnisse um 483 auf 23705 an, dies ist ein Zuwachs von 2,04%. Im Schnitt beschäftigt ein*e Praxisinhaber*in 2,79 Menschen (Fachkräfte und andere Beschäftigte, z.B. Reinigungs- und/oder Verwaltungspersonal), dies entspricht 1,34 Vollzeitäquivalenten. Logopädische Praxen sind weiterhin also überwiegend Kleinstunternehmen. (Definition Kleinstunternehmen des Statistischen Bundesamtes Destatis: bis 9 Personen/2 Mill. € Jahresumsatz).

Gehälter in logopädischen Praxen stiegen um weitere 10,17%. Bei den gemeldeten Bruttoarbeitsentgelten wird deutlich, dass die Gehälter der Beschäftigten um 10,17% erhöht wurden. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit betrug der Median bei den Logopäd*innengehältern über alle Unternehmen, also auch über die tarifgebundenen, zum 30.12.2020 2714,- €. Ein Plus von 10,17% wäre dann in etwa ein mittleres Gehalt von 2990,- €. Das bedeutet 50% der Angestellten verdienen weniger als 2990,- €, was immer noch deutlich unter einem Tarifgehalt liegt.

Teilzeitbeschäftigung. Die Zahlen der geleisteten Stunden der Beschäftigten zeigt weiterhin einen hohen Anteil an Teilzeitbeschäftigung, auch wenn ein Zuwachs zu verzeichnen ist: Im Schnitt wurde 2021 je Beschäftigungsverhältnis 742 Stunden gearbeitet, im Jahr 2020 waren es 717 Stunden. Diese beiden Zahlen im Vergleich spiegeln möglicherweise aber auch Kurzarbeitermeldungen wider. Dazu liegen uns keine genauen Zahlen vor.

Zusammenfassung. Wenig positive Veränderung in der ambulanten logopädischen Versorgungskapazität und weiterhin trotz deutlichem Zuwachs der Beschäftigtengehälter keine Entgelte, die einem Tarifgehalt entsprechen. Es gibt noch viel zu tun!

Statusfeststellungsverfahren Vorstand

Im Nachgang zur Mitgliederversammlung im September vergangenen Jahres hatte der Vorstand entschieden, freiwillig ein Statusfeststellungsverfahren bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zu durchlaufen. Nach langer Bearbeitungszeit kam nun eine Bestätigung, dass die Vorstandsmitglieder auch in ihrer Tätigkeit für den Verband – wie beantragt – als selbstständig eingestuft sind.

Vor dem Hintergrund, dass es aufgrund der gezahlten Aufwandsentschädigungen zu Nachforderungen von Umsatzsteuer kommen kann und im schlechtesten Fall zusätzlich zu Forderungen seitens der DRV, schien uns dieser Schritt notwendig, um LD vor unnötigen finanziellen Belastungen zu schützen. Das ist nun geklärt: Zu Doppelzahlungen kann es nicht kommen.

Hauptstadtkongress Berlin: Kostenlose Karten Ausstellerforum

Vom 22. – 24.06.2022 ist LD auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit vertreten. Mitglieder können kostenlos ein Ticket erhalten. Es berechtigt zum Besuch der Industrieausstellung und den Satellitensymposien, aber nicht für den Besuch der Fachkongresse. Wer Interesse hat, kann sich gern unter mitgliederanfragen@logo-deutschland.de melden.

Zur Erinnerung:

Meldung der Angestellten an die ARGEN

Ende Juni läuft die Frist aus, an der erstmalig die jährliche Meldung der Mitarbeitenden bei der zuständigen ARGE erfolgen muss. Wer noch keine Meldung gemacht hat, sollte dies in den nächsten Wochen tun. Stunden müssen über einen teilgeschwärzten Arbeitsvertrag nachgewiesen werden. Alternativ verfassen eine kurzes Schreiben zum Umfang der vertraglich vereinbarten beschäftigung, die von Ihnen als AG und den AN unterschrieben sind. Alle relevanten Informationen hier>>

Telemedizinische Leistungen: Keine Übergangsregelung

Der Versuch, eine Übergangsregelung mit GKV und den anderen Verbänden zu vereinbaren, scheiterte endgültig. Zwei konkrete Vorschläge seitens LOGO Deutschland, die die strittigen Punkte ausgeklammert hatten, wurden ignoriert. Nach Willen der anderen Verbände und des GKV sollte der vorliegende Vertragsentwurf für den Übergang festgelegt werden. Eine Zustimmung von LD würde sich aber auf Klage und Schiedsspruch präjudizierend auswirken und damit den Mitgliederentscheid aufheben. Ein Antrag auf Einzelfallentscheidung kann eventuell eine Option sein. Ein Musteranschreiben finden sie – nach dem Einloggen auf der Homepage – hier>>

Neu: BFB Jobportal

Das Portal wendet sich vorrangig, aber nicht ausschließlich an Geflüchtete aus der Ukraine um ihnen einen Berufseinstieg in Deutschland – bei den freien Berufen – zu erleichtern. Auch wenn der erste Anlass vor allem die Arbeitsmarktintegration der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer ist, soll das Jobportal mittel- und langfristig generell für alle Arbeitssuchenden bei den Freien Berufen gelten. Alle Freiberufler haben hier ab 2. Mai die Möglichkeit, kostenfrei Angebote für Jobs, Ausbildungsstellen und Praktikumsplätze einzustellen.

ACHTUNG: § 2 Absatz 2 des Logopädengesetz` erfordert die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Ausbildungen. In der Regel müssen dafür im Ausland erworbene Abschlüsse dem zuständigen Regierungspräsidium vorgelegt werden. Zudem warnen wir eindringlich davor, vor einer formellen Anerkennung durch die ARGEN Kolleginnen mit unklaren Zulassungsvoraussetzungen zu Lasten der GKV arbeiten zu lassen.

Zum Schluss: ASG-Mitglieder der SPD gesucht

LD-Mitglied Nicole Iben ist in die SPD eingetreten und ist als Delegierte in der „Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten für Gesundheit in Deutschland“ = ASG Nordhessen tätig. Am 21.05.2022 wird sie einen Initiativantrag bzgl. der Aufwertung von ambulant erbrachten Heilmitteln stellen. Zur Unterstützung des Antrags werden noch 6 Unterschriften von ASG-Mitgliedern aus dem Bundesgebiet benötigt, damit dieser Antrag dem Bundesvorstand der SPD erreicht. Frau Iben ist als Neu-Parteimitglied noch nicht ausreichend vernetzt und sucht von daher über diesen Weg Unterstützung: Wer kennt jemanden, die/der in einer der SPD-Arbeitsgemeinschaften für Gesundheit ist, Sympathie für unsere Belange hat und würde einen Kontakt zu Frau Iben herstellen? Eine Mail bitte direkt an info@logopaedie-iben.de

Schön, wenn sich Mitglieder auch parteipolitisch engagieren. Vielleicht ist dies auch Ihr Weg? Wir unterstützen Sie!

Herzliche Grüße senden Ihnen

Michaela Brück, Diethild Remmert, Christiane Sautter-Müller,
Miriam Suika und Tanja Tomaschek

Symposium

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